Bekanntester unter den religiösen
Osterbräuchen der Sorben in der katholischen Region zwischen Bautzen, Kamenz
und Hoyerswerda. Am Morgen oder Mittag des Ostersonntags treffen sich die
Prozessionen der ausschließlich männlichen Osterreiter (obersorbisch »křižerjo«)
an acht katholischen Pfarrkirchen und dem Kloster Marienstern. Sie formieren
sich zu zweit. Mit dem Segen des Pfarrers und beim Läuten der Glocken reiten
die Männer dreimal um die Kirche und danach in die Nachbargemeinde, um dieser
die »frohe Botschaft von der Auferstehung Christi« zu überbringen. Die neun
Prozessionen zählen jeweils zwischen 50 und 400 Osterreiter. Zugelassen sind
kath. Männer und Burschen ab dem 14. Lebensjahr. Nur als Ausnahme werden
evangelische Teilnehmer akzeptiert.
Der christliche Glaube ist für die katholischen Sorben ein wichtiger
Bestandteil des Lebens. Dies ist äußerlich erkennbar an unzähligen
Kreuzen und Betsäulen an Wegen und in Vorgärten. Besonders sichtbar ist
dies aber an den Menschen selbst, wenn sie Ostern als Osterreiter die
Frohe Botschaft verkünden, als Wallfahrer in den Gnadenort Rosenthal
pilgern oder an Fronleichnam in Prozessionen durch das Dorf ziehen. Mit
dem vorliegenden Bildband begeben sich die Leser gemeinsam mit Matthias
Bulang in diese malerische Gegend. Seine Fotografien zeugen von einem
lebendigen Glauben, der sich in Bräuchen und Sitten, aber auch im
täglichen Leben zeigt, wenn sich die Gläubigen mit dem Gesangbuch in der
Hand zur Kirche begeben oder sich liebevoll um die Gräber ihrer
verstorbenen Angehörigen kümmern. Begleitet werden die Bilder von Texten
Gerhard Werners, der seine Heimat und sein Volk betrachtend bemerkt:
„Ich mag dieses Sorbenland und seine Leute. Hier bin ich daheim. Das ist
für mich ein Stück Himmel auf Erden.“
»Haleluja! Zwońće zwony!«, je jutry po honach serbskich katolskich wosadow słyšeć, hdyž so křižerjo na puć podadźa, zo bychu do susodneje wosady jěchajo jutrowne poselstwo wozjewjeli. Maćij Bulank je jich ze swojej kameru přewodźał wot přihotow w domjacych konjencach přez jěchanje same hač k dźaknym kemšam křižerjow w Róžeńće a tak dostojny a za katolskich Serbow wažny nałožk dokumentował. Čućiwym wobrazam su přidate nalětnje a jutrowne literarne teksty.»Die Sorben sind ein österliches Volk«, heißt es in einem der begleitenden Texte dieses Bildbandes. Dies zeigt sich besonders eindrücklich, wenn sich die verschiedenen Osterreiterprozessionen singend und betend in die benachbarte Pfarrgemeinde begeben, um die Frohe Botschaft zu verkünden. Maćij Bulank hat sie mit seiner Kamera begleitet und in berührenden Bildern diesen für die katholischen Sorben so wichtigen Brauch in allen Einzelheiten festgehalten.
Schon in 9. Auflage erscheint dieses
etwas andere Nachschlagewerk zum sorbischen Osterei und zeugt damit von
der dauerhaften Beliebtheit des Brauches. Dem Text sind farbige Fotos
und Illustrationen beigegeben sowie übersichtliche Mustervorlagen.
Zusätzlich sind viele einzelne Ostereier abgebildet, die eine große
Gestaltungsvielfalt dokumentieren.Folgende Techniken werden vorgestellt: Die Wachsreservetechnik, Die Wachsbossiertechnik, Die Kratztechnik, Die Ätztechnik
Reden ist Silber, Schreiben ist Gold ─ besonders im digitalen Zeitalter schätzen viele noch den handgeschriebenen Gruß. Und das auch zu Ostern ─ auf Ansichtskarten mit den schönsten sorbischen Ostereiermotiven. Die Karten eignen sich ebenfalls hervorragend als Anregung zum Verzieren von Ostereiern.Sie finden auf den einzelnen Karten folgende Techniken:
Dorothea Scholze, Bautzen - Wachsreservetechnik, Bossiertechnik
Sylke Roßbach-Schreier, Cottbus - Bossiertechnik
Sandra Laber, Bautzen - Bossiertechnik
Carola Stauber, Berlin - Kratztechnik
Dagmar Roßbach, Cottbus - Ätztechnik
Andrea Brall, Kirschau - Wachs- und Bossiertechnik
Edeltraut Gründel, Hoyerswerda - Ätztechnik
Werner Zaroba, Hoyerswerda - Kratztechnik
Sylvia Panoscha, Schleife - Wachsreservetechnik
Die Sorben sind ein westslawisches Volk mit eigenständiger Sprache und Kultur und leben seit mehr als 1400 Jahren in der Lausitz: in der Oberlausitz im Freistaat Sachsen und in der Niederlausitz im Land Brandenburg (hier auch Wenden genannt).Bis heute haben sie in ihrer Lebensweise die nationalen Traditionen bewahrt und genießen den Schutz um die Erhaltung ihrer sorbischen Identität.Der vorliegende Film auf DVD stellt Bräuche vor, die in der Osterzeit in der Ober- und Niederlausitz gepflegt werden und einen Einblick in das heutige Leben der Sorben vermitteln. Er lebt von der realen Beobachtung des Geschehens. Einzelne Akteure erklären die Brauchhandlungen und Kommentare ergänzen ihre Aussagen.Der Film zeigt ein authentisches Bild von der Würde und dem Traditionsbewusstsein sowie vom Bestreben des sorbischen Volkes seine Sprache und sein Brauchtum zu erhalten.
Alfons Frenzel legt in vorliegendem Touristenführer sachkundig und anschaulich die Einzelheiten und Hintergründe dieses alten sorbischen Brauchs dar und vermittelt bildhaft, welche Bedeutung das Osterfest für die hiesige Bevölkerung nach wie vor hat. Der Leser erhält eine nützliche Handreichung mit zahlreichen Fotos, der Zeitübersicht und den Routen der einzelnen Osterreiteprozessionen sowie mit praktischen Hinweisen für Besucher.Das Osterreiten in der sorbischen katholischen Oberlausitz ist einer der außergewöhnlichsten und erhebendsten sorbischen Bräuche und zieht jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Männer jeden Alters in schwarzem Gehrock und mit Zylinder reiten in neun verschiedenen Osterreiterprozessionen und überbringen singend und betend der benachbarten Pfarrgemeinde die Osterbotschaft.