Schriften des Sorbischen Instituts



Gender and Identity Construction across Difference
Gender and Identity Construction across Difference
Medium: Softcover
Sorbische Frauen wurden in nationalen/ethnischen Diskursen oft auf eine repräsentative Position – Symbolträgerinnen des kulturellen Erbes und Hüterinnen der ethnischen Identität – festgelegt. Damit wurden jedoch ihre subjektiven Erfahrungen im Alltagsleben und die vielfältige soziale Praxis ausgeblendet. Die Autorin stellt in der Dissertation die herkömmliche Konzeptionalisierung von Ethnizität und Geschlecht in Frage. Sie möchte aufzeigen, dass sorbische Frauen erst durch die alltägliche Praxis und Interaktion mit Anderen ihre (ethnische) Identität aktiv konstruieren und sozial herstellen. Gerade die Vernetzungen und Überlagerungen der Unterschiede – seien diese nun geschlechtlich, ethnisch, kulturell, religiös oder sozial – lassen die Identitäten der Frauen zutage treten. Auf diese Weise wird das traditionelle Bild eines scheinbar homogenen Sorbentums sowie der sorbischen Weiblichkeit revidiert und dynamisch neu definiert.

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Ein Staat – eine Sprache?
Ein Staat – eine Sprache?
Medium: Softcover
Die Sorben lebten ebenso wie die Nordfriesen, Dänen und teilweise die Polen im 20. Jahrhundert unter deutschsprachiger politischer Führung. Dementsprechend waren sie im Ringen um kulturelle Autonomie stets von den deutschen politischen und administrativen Instanzen abhängig. Dabei war besonders das Bildungswesen stets ein Gradmesser für die Einstellung von Staat und Mehrheitsgesellschaft gegenüber seinen Minderheiten.Edmund Pech vergleicht in seinem Buch »Ein Staat – eine Sprache? Deutsche Bildungspolitik und autochthone Minderheiten im 20. Jahrhundert. Die Sorben im Vergleich mit Polen, Dänen und Nordfriesen« die Situation der Sorben mit der der anderen nationalen Minderheiten in Bezug auf die Entwicklung des Bildungswesens. Ausführlich schildert er Zäsuren, aber auch Kontinuitäten der Sprachen- und Minderheitenpolitik nach 1871, 1918, 1933 sowie 1945. Das Buch schließt mit einem Ausblick auf die heutigen Gegebenheiten im Schulwesen.

Varianten ab 19,90 €*
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Die Domowina in der DDR
Die Domowina in der DDR
Medium: Softcover
Der Autor gibt mit seinem Buch einen tiefen Einblick in den organisatorischen Aufbau und die Tätigkeiten der leitenden Organe der Domowina zur Zeit der DDR. Im Mittelpunkt seiner Betrachtung stehen dabei die Beziehungen und Abhängigkeiten von der SED, von der sich die Domowina-Führung auch in der Wende-Zeit 1989 nicht zu lösen vermochte. Zahlreiche Analysen zur ethnischen und sozialen Struktur, der quantitative Entwicklung der Mitgliedschaft sowie Beispiele der Arbeit auf regionaler und lokaler Ebene dokumentieren die oft spannungsgeladene Geschichte der Domowina in dieser Epoche. Im Buch wird beschrieben, wie die Domowina unter doppeltem Legimitationszwang, als "sozialistische" und zugleich "nationale" Organisation versuchte im Rahmen des gesellschaftlichen Systems sorbische kulturelle und sprachliche Interessen zu formulieren und zu vertreten. In schulpolitischen Fragen in Widerspruch mit der Partei-Führung geraten, führte dies 1964 zu personellen Konsequenzen in der Leitung der Domowina. Seit Mitte der 70-er Jahre rückte die Erhaltung und Pflege der sorbischen Sprache in den Mittelpunkt, ihre Tätigkeit an der Mitgliederbasis war über weite Strecken vorwiegend von kulturellen Aktivitäten gekennzeichnet. Dies wurde seitens der SED genauso mit Misstrauen beobachtet, wie die Dialoge mit sorbischen Vertretern beider Kirchen in den ausgehenden 80-er Jahren. Leseprobe Die Übernahme der „Kommandozentralen“ durch von der SED bestimmte Führungskräfte erfolgte schrittweise. Eine Schlüsselstellung wurde hierbei Kurt Krjeńc zuteil, der als Sekretär für sorbische Angelegenheiten in der SED-Regionalleitung Bautzen fungierte und an den entscheidenden Beratungen mit dem Parteivorstand im Herbst 1947 und der Erarbeitung des Sorbengesetzes im Frühjahr 1948 beteiligt war. Im Februar 1948 wurde Krjeńc als Mitglied und Verantwortlicher für „politische Schulung“ in den Vorstand der Domowina aufgenommen. Im selben Jahr wurde er stellvertretender Leiter des im Ergebnis des Sorbengesetzes gegründeten sorbischen Kultur- und Volksbildungsamts, dem Pawoł Nedo vorstand. Mit dem Besuch der Parteihochschule in Kleinmachnow 1949/50 erhielt er die politische Schulung, um die Leitung der sorbischen Bewegung zu übernehmen. „Als ich am 25. 5. 1950 meinen 9-monatigen Lehrgang an der Parteihochschule beendet hatte, bekam ich den Parteiauftrag, innerhalb der sorbischen Bewegung zu arbeiten, und zwar mit der Perspektive, die Leitung der gesamten sorbischen Bewegung zu übernehmen. […] Meine erste Aufgabe sah ich darin, in die maßgebenden Funktionen der Domowina gute Genossen einzubauen und die kleinbürgerlichen Elemente zu entfernen. Mit Hilfe unserer Partei ist das gelungen. Trotzdem diese Elemente mit allen Mitteln versuchten, die sorbische Bevölkerung aufzuwiegeln, ging diese mit uns. Das kam zum Ausdruck in der am 27. 12. 50 durchgeführten außerordentlichen Bundeskonferenz, wo ich durch die Delegierten einstimmig zum kommissarischen 1. Vorsitzenden gewählt wurde.“

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Vom Roboter zum Schulpropheten Hanso Nepila (1766–1856)
Vom Roboter zum Schulpropheten Hanso Nepila (1766–1856)
Medium: Hardcover
Hanso Nepila ist in den Lausitzen zum Inbegriff des schreibenden Bauern geworden. Jedoch war über die Person selbst bisher eher wenig bekannt. Peter Milan Jahn machte es sich in seiner Dissertation zur Aufgabe, Licht ins Dunkel der Lebensumstände des Rohner Halbbauern zu bringen. Er legt hiermit eine der ersten biografischen Einzelstudien vor, die keinen Herrscher, Künstler oder großen Gelehrten, sondern einen Vertreter der ländlichen Unterschichten im 18./19. Jahrhundert zum Gegenstand hat. Der Autor zieht dabei nicht nur Nepilas Schriften heran, sondern auch zahlreiche weitere archivalische Quellen, die bisher im Bezug auf Nepila kaum beachtet worden waren.Damit ergibt sich nicht nur ein facettenreiches Bild der Person Nepila, sondern ebenso eine detaillierte Beschreibung des Lebens der Landbevölkerung im Lausitzer Raum in einer Zeit, als die feudalen Strukturen aufgebrochen und die sogenannte ostelbische Gutsherrschaft allmählich aufgelöst wurde.

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34,00 €*
Um der Wenden Seelenheyl hochverdient ─ Reichsgraf Friedrich Caspar von Gersdorf
Um der Wenden Seelenheyl hochverdient ─ Reichsgraf Friedrich Caspar von Gersdorf
Medium: Softcover
Der Oberamtshauptmann der Oberlausitz Reichsgraf Friedrich Caspar von Gersdorf (1699─1751) prägte als zentraler politischer Akteur und engagierter Pietist die Geschicke der Region in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Lubina Mahling rückt in vorliegender Arbeit diese Persönlichkeit in den Fokus ihrer Betrachtungen.Friedrich Caspar von Gersdorf ermöglichte nicht nur den Aufbau und das Bestehen der Herrnhuter Brüdergemeine, sondern bemühte sich auch um die pietistische Erweckung unter den Sorben. Zu seinen wichtigsten Unternehmungen zählt das 1737 nach dem Vorbild der Francke’schen Bildungseinrichtungen in Halle gegründete Klixer Seminar und deren Nachfolgeeinrichtung, die Uhyster Anstalten. Hier lernten Theologiestudenten Sorbisch, um später ein Pfarramt in der Lausitz zu übernehmen. Auch Lehrer für das sorbische Elementarschulwesen wurden hier ausgebildet. Lubina Mahling füllt mit ihrer Dissertation eine beträchtliche Forschungslücke der deutschen und sorbischen Geschichte. Schließlich trug Gersdorf mit seinem umfassenden Werk wesentlich zur Alphabetisierung der sorbischen Bevölkerung und zur Modernisierung der sorbischen Gesellschaft bei.

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29,90 €*
Schlesische Metamorphosen
Schlesische Metamorphosen
Medium: Softcover
In vorliegendem Buch begibt sich der Autor Robert Lorenz auf die Spur des Schlesischen und seiner Konstrukteure an der Neiße in Vergangenheit und Gegenwart. Nach 1990 erlebte das Bekenntnis zu einer schlesischen Identität in Görlitz und seinem Umland großen Zuspruch. In der östlichen Oberlausitz entstand zeitweilig eine schlesische politische Bewegung, hier wurden erinnerungspolitische Debatten mit weit überregionaler Bedeutung geführt. Eine vermeintliche Randregion drängte ins Scheinwerferlicht, fragte selbstbewusst nach ihrem Platz in Geschichte und Gegenwart und löste damit Fragen und Verunsicherungen aus, die bis heute nachhallen. Beobachtungen auf Volksfesten, bei Heimatabenden und Fußballspielen stehen neben Analysen volkskundlicher Texte und Interviews mit zentralen Akteuren. Und immer wieder taucht der Autor aus stadtethnografischer Perspektive in die Fülle der Görlitzer Geschichtshorizonte ein, die diese Stadt auszeichnen wie nur wenige andere. Damit entsteht ein faszinierender Text über Heimat, Geschichte, Erinnerung und Identität in der Mitte Europas.

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29,90 €*
Trachten als kulturelles Phänomen der Gegenwart
Trachten als kulturelles Phänomen der Gegenwart
Trachten sind in den deutsch- und sorbischsprachigen Regionen seit jeher fester Bestandteil der Volkskultur. In der Gegenwart hat sich jedoch ein Bedeutungswandel vollzogen. Während die Tracht als Alltagskleidung fast völlig verschwunden ist, nimmt das Tragen von Trachten zu besonderen Anlässen und zu Präsentationszwecken zu.Dieser Band enthält die Beiträge einer gemeinsamen Tagung des Sorbischen Instituts und der volkskundlichen Landesstellen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde vom März 2007. Die Autoren beschäftigen sich u. a. mit Fragen, wie Trachten heute präsentiert werden, wie in ihnen das „Vergangene“ in die „Gegenwart“ getragen und wie der Wandel von ehemals alltagskulturellen Erscheinungen zum heutigen Kulturerbe reflektiert wird.

24,90 €*
Komplexität und soziolinguistische Typologie in den Flexionssystemen des Sorbischen
Komplexität und soziolinguistische Typologie in den Flexionssystemen des Sorbischen
Isolierte Sprachen, die in stabilen sozialen Verhältnissen an die nachfolgenden Sprechergenerationen weitergegeben, aber nur selten als Zweitsprache erworben werden, tradieren besonders komplexe Flexionssysteme. Dies trifft auch auf das Sorbische zu, das im slawischen Sprachvergleich über ein relativ großes Inventar flexivisch ausgedrückter Kategorien verfügt. Hier liegt der Schwerpunkt der Untersuchung von Thomas Menzel: Beschrieben wird u. a. die Belebtheits- und Personalitätskategorie, der Numerus Dual, die Flexion der Präteritaltempora, jeweils auf schriftsprachlicher und dialektaler Ebene. Besonderes Augenmerk legt der Autor dabei auf die Unterschiede des Nieder- und Obersorbischen mit Blick auf die jeweils verschiedenen soziolinguistischen Entwicklungsbedingungen.

29,90 €*
Minderheit – Macht – Natur
Minderheit – Macht – Natur
An vielen Orten der Welt stellt sich heute die Frage nach den Rechten autochthoner Minderheiten auf Selbstverwaltung und Mitsprache. Die Verhandlungen darüber sind durchaus unterschiedlich. Doch – ob in der Lausitz, im italienischen Aostatal oder am Rio Negro in Brasilien – die entsprechenden Forderungen argumentieren häufig mit einem besonderen Verhältnis der jeweiligen Bevölkerungsgruppe zur Natur. Zwölf Essays aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten beschäftigen sich mit Aspekten des Naturbezugs autochthoner Minderheiten und beleuchten unter anderem folgende Fragen: Welche Machtverhältnisse zeigen sich in den Siedlungsgebieten? Wer beansprucht wann und warum Naturbezüge von Minderheiten? Welche Rolle spielt Wissenschaft bei der Definition von Minderheiten und ihrem Umgang mit der Natur im jeweiligen Siedlungsraum?

29,90 €*
Aus dem Alltag eines wendischen Pfarrers
Aus dem Alltag eines wendischen Pfarrers
Bogumił Šwjela (1873–1948) ist eine der herausragenden Persönlichkeiten in der niedersorbischen Geschichte. Neben seinen zahlreichen wissenschaftlichen und publizistischen Veröffentlichungen führte der Pfarrer, Redakteur, Sprachforscher und Mitbegründer der Domowina über mehr als 40 Jahre ein Tagebuch. Seine mosaikartigen Aufzeichnungen vermitteln ein ungeschöntes, authentisches Bild der Niederlausitz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Šwjela gibt Berichte und Ansichten aus dem dörflichen Leben wieder, die die Verdrängung des Sorbischen aus Schule und Kirche in einer Weise belegen, wie sie in keiner Behördenakte, Zeitung oder konventionellen Geschichtsquelle zu finden sind. Daneben gewährt er Einblick in sein Privatleben und in seine Gedanken- und Gefühlswelt. Sämtliche sorbisch-wendische Einträge wurden von der Herausgeberin Annett Bresan übersetzt, sodass Šwjelas Tagebücher auch vollständig in deutscher Sprache vorliegen. "Wer meint, dass er bereits viel über Bogumił Šwjela weiß, sollte trotzdem einen Blick in dieses Buch werfen. Es lohnt sich!" Michael Meyer

34,90 €*
Die Oberlausitz im Zweiten Weltkrieg
Die Oberlausitz im Zweiten Weltkrieg
Inhaltsverzeichnis als PDF herunterladen   Die Geschichte des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs in der Oberlausitz ist bisher noch nicht in einer Gesamtdarstellung untersucht worden. Dabei war die Region 1945 einer der bedeutendsten Kriegsschauplätze. Die zweibändige detaillierte Quellenstudie von Michael Richter füllt diese Lücke und nimmt dabei sowohl die regionale als auch die wendische/sorbische Perspektive über die damaligen Bedingungen und Geschehnisse in der Oberlausitz ein. Beleuchtet wird ein breites Themenspektrum mit zahlreichen Einzelbeispielen aus den Kreisen Bautzen, Kamenz, Löbau, Hoyerswerda und Rothenburg: von den regionalen Strukturen und Entscheidungsträgern der NSDAP über das Verhältnis der Wenden/Sorben zu den Machthabern, vom Umgang mit Juden, Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen über Kriegswirtschaft und Kriegsverlauf in der Lausitz in den letzten Monaten des Jahres 1945 bis zur Besetzung durch die Rote Armee und der beginnenden Entnazifizierung nach Kriegsende.

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Reformation und Ethnizität
Reformation und Ethnizität
Die Reformation setzte neben fundamentalen theologischen auch erhebliche gesellschaftliche Entwicklungen in ganz Europa in Gang. Für viele kleine Völker stellte die Spaltung der Kirche und die Ausbildung konkurrierender christlicher Konfessionen am Beginn der Neuzeit eine Zäsur dar, die einen tiefgreifenden sozialen und kulturellen Wandel mit sich brachte. Der vorliegende Konferenzband widmet sich in vergleichender Perspektive am Beispiel der Sorben, Esten und Letten den langfristigen Auswirkungen von Reformation und Konfessionsbildung auf die Glaubens- und Lebenswelten der kleinen Völker Ostmitteleuropas im 16. und 17. Jahrhundert. Insgesamt 17 Beiträge aus den Geschichts-, Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaften sowie aus der Theologie und der Kunstgeschichte gehen einerseits den Brüchen und langfristigen Entwicklungen im Gefolge der Reformation, andererseits aber auch den Kontinuitäten zwischen vor- und nachreformatorischer Zeit nach.

29,90 €*
Kirche – Sprache – Nation
Kirche – Sprache – Nation
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts erfasste die Reformation weite Teile der Lausitz und läutete eine neue Epoche ein. Namentlich für die hier lebenden Sorben ging die Einführung des neuen Glaubens mit einem tiefgreifenden sozialen und kulturellen Wandel einher, der sich in der Ausbildung einer sorbischen Schriftsprache und Literatur sowie einer zunehmenden sozialen Differenzierung der sorbischen Bevölkerung äußerte. Maßgeblich verkörpert wurde diese Entwicklung von der sorbischen Geistlichkeit, die sich im Verlauf der Frühen Neuzeit zu einem wichtigen Schrittmacher der sorbischen Geschichte entwickelte. Friedrich Pollack beleuchtet am Beispiel der evangelischen Sorben in der Oberlausitz die sozial- und kulturgeschichtlichen Bedingungen der Elitenbildung innerhalb einer non-dominant ethnic group in der frühneuzeitlichen Ständegesellschaft. Auf der Grundlage von mehr als 800 Lebensläufen zeichnet der Autor ein kollektivbiografisches Porträt der „wendischen Priesterschaft“ zwischen Reformation und nationaler Sattelzeit, in dessen Mittelpunkt der Prozess ihrer sozialen und ethnischen Profilbildung steht.

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Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953
Deutsche Parteien in der sorbischen Oberlausitz 1945–1953
Am Ende des Zweiten Weltkrieges hofften die Führungen der sorbischen Bewegung wie auch der Parteien in der Oberlausitz auf einen demokratischen Neuanfang. Nach den Erfahrungen im NS-Staat strebten zudem zahlreiche Sorben nach einer von Deutschland unabhängigen Entwicklung. Unter dem Einfluss der sowjetischen Ziele jedoch wurden Domowina und Parteien im Rahmen einer simulierten Demokratie durch die Besatzungsmacht und die von ihr gelenkte SED politisch entmündigt und Schritt für Schritt in die entstehende Diktatur eingebunden. Am Ende des Zweiten Weltkrieges hofften die Führungen der sorbischen Bewegung wie auch der Parteien in der Oberlausitz auf einen demokratischen Neuanfang. Nach den Erfahrungen im NS-Staat strebten zudem zahlreiche Sorben nach einer von Deutschland unabhängigen Entwicklung. Unter dem Einfluss der sowjetischen Ziele jedoch wurden Domowina und Parteien im Rahmen einer simulierten Demokratie durch die Besatzungsmacht und die von ihr gelenkte SED politisch entmündigt und Schritt für Schritt in die entstehende Diktatur eingebunden. Die Studie zeichnet den mit Gewalt und Einschüchterung verbundenen Prozess in den fünf zweisprachigen Kreisen der Oberlausitz nach. Dabei wird deutlich, dass diese Entwicklung untrennbar mit der politischen Entmachtung von Domowina und Nationalrat verbunden war. Sorbische wie deutsche Funktionäre beteiligten sich gemeinsam an der politischen Gleichschaltung, wie sich umgekehrt Sorben und Deutsche gleichermaßen gegen die sozialistische Diktatur wehrten.

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Sorbische Interessen und staatliche Minderheitenpolitik in der DDR
Sorbische Interessen und staatliche Minderheitenpolitik in der DDR
Obwohl die Geschichte der Sorben während der DDR-Zeit in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Forschung rückte, mangelte es bisher jedoch an einer systematischen Sichtung, Ordnung und Zugänglichmachung der unzähligen Quellen dieser Epoche. Peter Schurmann hat es sich in seinem soeben erschienenen Buch zur Aufgabe gemacht, für die frühen Jahre des SED-Staates die wichtigsten Akten und Dokumente aufzubereiten und zu veröffentlichen.Obwohl die Geschichte der Sorben während der DDR-Zeit in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Forschung rückte, mangelte es bisher jedoch an einer systematischen Sichtung, Ordnung und Zugänglichmachung der unzähligen Quellen dieser Epoche. Peter Schurmann hat es sich in seinem Buch zur Aufgabe gemacht, für die frühen Jahre des SED-Staates die wichtigsten Akten und Dokumente aufzubereiten und zu veröffentlichen. Etwa 190 Schriftstücke geben Auskunft über die Entwicklung, die Aufgaben und das Funktionieren der staatlichen Minderheitenpolitik gegenüber den Sorben und deren Interessen in den 1950er-Jahren. Der Leser erhält einen Einblick in die Umsetzung des sogenannten Sorbengesetzes und die dazugehörigen Strukturveränderungen sowie in das Verhältnis von staatlichen Instanzen, Parteien und gesellschaftlichen Organisationen zu sorbischen Belangen. Ebenso beleuchtet wird die Tätigkeit des Sorbischen Kultur- und Volksbildungsamtes bzw. der späteren Hauptabteilung Sorbenfragen, die das sorbische Bildungs- und Kulturleben kontrollierte.

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Einflüsse des Deutschen auf die grammatische Struktur slawischer Sprachen
Einflüsse des Deutschen auf die grammatische Struktur slawischer Sprachen
Bedingt durch seine geografische Lage ist das Deutsche innerhalb der Slavia eine der wichtigsten Kontaktsprachen, die nicht nur im Wortschatz, sondern auch in den grammatischen Systemen viele Spuren hinterlassen hat. Gerade dieser zuletzt genannte Aspekt steht in den letzten Jahrzehnten zunehmend im Fokus der Kontaktlinguistik. Im Herbst 2011 widmeten sich in Cottbus im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz des Sorbischen Instituts Slawisten aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Schweiz, Kroatien und Slowenien diesem Thema.Bedingt durch seine geografische Lage ist das Deutsche innerhalb der Slavia eine der wichtigsten Kontaktsprachen, die nicht nur im Wortschatz, sondern auch in den grammatischen Systemen viele Spuren hinterlassen hat. Gerade dieser zuletzt genannte Aspekt steht in den letzten Jahrzehnten zunehmend im Fokus der Kontaktlinguistik. Im Herbst 2011 widmeten sich in Cottbus im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz des Sorbischen Instituts Slawisten aus Deutschland, Polen, Tschechien, der Schweiz, Kroatien und Slowenien diesem Thema. Vorliegender Sammelband stellt ausgewählte Beiträge dieser vor. Auf unterschiedliche Weise und geordnet in drei Themenkomplexe, werden Mechanismen, Faktoren und Auswirkungen des Einflusses beleuchtet, den das Deutsche auf die slawischen Sprachen genommen hat.Der vorliegende Band bietet neue Erkenntnisse auf sorabistischem und slawistischem Gebiet und ist gleichzeitig ein Beitrag zum kontaktlinguistischen Diskurs.

29,90 €*
Bilingualer Spracherwerb im Witaj-Projekt
Bilingualer Spracherwerb im Witaj-Projekt
1998 wurde das Witaj-Projekt im Freistaat Sachsen und im Land Brandenburg mit dem Ziel, die sorbische Sprache zu erhalten und zu fördern, eingeführt. Doch inwieweit wurde dieses Modellprojekt in der zweisprachigen Lausitz umgesetzt und in welchem Maße hat es sich etabliert? In der vorliegenden Publikation werden erstmals Ergebnisse des Projekts präsentiert, welches sich hinsichtlich Qualität, Intensität und Organisation unterschiedlich entwickelt hat. Den Hauptteil der Untersuchung bildet die Präsentation der Ergebnisse dreijähriger Feldforschungsarbeit in ausgewählten Witaj-Gruppen und Kindertagesstätten. Anhand verschiedener grammatischer Tests wurden bei regelmäßigen Besuchen Erfolge und Misserfolge des Sprachförderkonzepts dokumentiert und ausgewertet. Sie bilden die empirische Basis für sprachplanerische Maßnahmen und können somit nachhaltig nutzbar gemacht werden.

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Der Sorbische Volkstanz in Geschichten und Diskursen
Der Sorbische Volkstanz in Geschichten und Diskursen
Der Tanz – häufig als unendlich und grenzenlos empfunden – erzählt von Menschen und Kulturen. So auch der Volkstanz, der sich durch traditionelle Musik und Instrumente, durch Trachten und die Darstellung von Bräuchen und des Alltagslebens mit der Geschichte verbindet. Was aber macht den „Sorbischen“ Volkstanz aus? Wo sind die Wurzeln des heute als authentisch verstandenen und als solchen praktizierten Sorbischen Volkstanzes? Wer pflegt ihn und auf welche Weise wird er rezipiert? Und wie lässt er sich abgrenzen von anderen Volkstänzen, die bei Sorben getanzt werden? Der Tanz – häufig als unendlich und grenzenlos empfunden – erzählt von Menschen und Kulturen. So auch der Volkstanz, der sich durch traditionelle Musik und Instrumente, durch Trachten und die Darstellung von Bräuchen und des Alltagslebens mit der Geschichte verbindet. Was aber macht den „Sorbischen“ Volkstanz aus? Wo sind die Wurzeln des heute als authentisch verstandenen und als solchen praktizierten Sorbischen Volkstanzes? Wer pflegt ihn und auf welche Weise wird er rezipiert? Und wie lässt er sich abgrenzen von anderen Volkstänzen, die bei Sorben getanzt werden? Diesen Fragen spürt Theresa Jacobs in ihrer Arbeit nach. Hierfür besuchte sie Vereine und Tanzensembles zu Proben, Auftritten und bei Festen und sprach mit Tänzern, Choreografen sowie weiteren an der Entstehung und Aufführung der Tänze Beteiligten. Die dabei entstanden Geschichten und ethnologischen Diskurse, die das Tanzen bei den Sorben auf der Bühne wie im privaten Bereich beleuchten, zeichnen ein facettenreiches Bild über das vielschichtige und wandlungsfähige Phänomen Volkstanz.

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Jan Kilian (1811–1884). Pastor, Poet, Emigrant
Jan Kilian (1811–1884). Pastor, Poet, Emigrant
Kaum eine Person wird so stark mit der sorbischen Auswanderungsbewegung nach Übersee im 19. Jahrhundert in Verbindung gebracht wie Jan Kilian. Der im oberlausitzischen Döhlen bei Hochkirch geborene Pfarrer verließ 1854 mit einer Gruppe von etwa 600 Sorben die Lausitzer Heimat in Richtung Texas, wo er mit den Auswanderern die Kolonie Serbin gründete und ihr als Pfarrer und Lehrer für viele Jahre vorstand.Anlässlich des 200. Geburtstags von Kilian stellten zahlreiche Wissenschaftler und Interessierte auf einer internationalen Konferenz neueste Forschungsergebnisse über sein Wirken als Theologe und Choraldichter, seine familiäre Herkunft und die Umstände seiner Emigration vor. Der Sammelband umfasst Beiträge in deutscher und englischer Sprache von deutschen und amerikanischen Autoren, die eindrucksvoll aufzeigen, wie der sorbische Bauernsohn sowohl die Geschichte der Lausitz als auch seiner texanischen Wahlheimat mitgeprägt hat.Die Texte des Buches sind in deutscher und englischer Sprache.Jan Kilian (1811–1884) - Pastor, Poet, Emigrant, Papers of the International Conference on the Occasion of the 200th Birthday of the Lutheran Minister, Bautzen, 23–24 September 2011, Edited by Trudla Malinkowa, Schriften des Sorbischen Instituts 58, 491 pp., numerous illustrations and registers, paperback, ISBN 978-3-7420-2273-8, 29,90 €Few people are more strongly associated with the Sorbian emigration movement of the 19th century than Jan Kilian. In 1854 the pastor, born in Doehlen in Upper Lusatia, left his home country for Texas, where he founded the colony Serbin with almost 600 Sorbs.At an international conference on the occasion of Kilian’s 200th birthday in September 2011, scholars presented new studies into his work as a theologian and author of hymns, his family origins, and the circumstances of his emigration, which have now been collected in this bilingual volume. These essays impressively demonstrate how a Sorbian farmer’s son shaped the history of both Lusatia and his adopted Texan home.The texts of this book are available in English and German.

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Musikalische Begegnungen bei den Sorben
Musikalische Begegnungen bei den Sorben
Das vorliegende Buch ist eine aufschlussreiche Darstellung der gegenwärtigen sorbischen Musikszene in der bikulturell geprägten Lausitz. Ihr liegt eine sich über zehn Jahre erstreckende umfangreiche Feldforschungsarbeit zugrunde. Dabei werden in den vier Hauptabschnitten Prioritäten gesetzt und Entwicklungstendenzen aufgezeigt, die in der gegenwärtigen sorbischen Kulturwissenschaft bisher kaum beachtet wurden. Es geht um die Musikerziehung von Kindern, die sorbische Liederwirtschaft, die sorbische professionelle Musikkultur sowie um Medien und populäre Musik in sorbischer Sprache. Auf abwechslungsreiche, feuilletonistische Weise zeichnet die Autorin ein facettenreiches Bild einer lebendigen Musikkultur, die sowohl mit Tradition als auch Innovation das gesamte sorbische Ethnikum zu stärken versucht.

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Studije k rěči Michała Frencla
Studije k rěči Michała Frencla
Budestenčanski ewangelski farar Michał Frencel (1628–1706) hraješe při wutworjenju spisowneje hornjoserbšćiny wusahowacu rólu. W swojej disertaciji „Studije k rěči Michała Frencla“ analyzuje Fabian Kaulfürst rěč Frenclowych spisow, při čimž dźiwa na wuzwolene (orto)grafiske, fonetiske a morfologiske aspekty. Na jednej stronje znazornja wón interne wuwiće w jednotliwych spisach Frencla wot 1670 do 1706, na druhej stronje zarjaduje jeho rěč do šěršeho konteksta staršeje hornjoserbšćiny. Při tym pokazuje awtor tež na móžne wliwy z druhich zapadosłowjanskich rěčow a skedźbnja na inowacije Frencla, kotrež wowliwowachu wuwiće spisowneje hornjoserbšćiny.

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Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) • Erneuerer der sorbischen Literatur/Wobnowjer serbskeje literatury
Jakub Bart-Ćišinski (1856–1909) • Erneuerer der sorbischen Literatur/Wobnowjer serbskeje literatury
Der Klassiker der sorbischen Literatur Jakub Bart-Ćišinski („der Stille“) ist ein fester Bezugspunkt bei der Darstellung und Erklärung sorbischer Kultur seit der Moderne. Dem stand jedoch bislang ein begrenzter Fundus an Forschungsliteratur gegenüber, in dem aktuelle Untersuchungen und Interpretationen weitgehend fehlten. Auf einer im Oktober 2009 stattfindenden Tagung des Sorbischen Instituts zu Leben und Werk des Dichters wurden die neuesten Ergebnisse präsentiert und im vorliegenden Tagungsband zusammengeführt.In 23 Beiträgen liefert das Buch ein breites Themenspektrum, bei dem sowohl die Person Ćišinskis, seine Ansichten, Lebensumstände und Beziehungen als auch sein dichterisches und publizistisches Œuvre, seine Sprache sowie seine bis heute andauernde Rezeption im In- und Ausland in den Fokus rücken. Dabei werden dem Leser neue Perspektiven für eine kritische Bewertung und Würdigung des Schaffens Jakub Bart-Ćišinskis eröffnet und zahlreiche Anregungen zu einer weiteren Beschäftigung mit dem sorbischen Nationaldichter geboten.

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The Göda Manuscript 1701
The Göda Manuscript 1701
Im Jahre 1701 entstand in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Göda bei Bautzen eine umfangreiche Handschrift mit liturgischen Texten in sorbischer Sprache auf der Grundlage eines deutschen Kirchenbuches von 1697. Im Jahre 1701 entstand in der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Göda bei Bautzen eine umfangreiche Handschrift mit liturgischen Texten in sorbischer Sprache auf der Grundlage eines deutschen Kirchenbuches von 1697. Der englische Sprachwissenschaftler Gerald Stone hat die nach dem Zweiten Weltkrieg verschwundene Handschrift 1996 in Göda wiedergefunden. In seiner englischsprachigen Einleitung beschreibt er die historischen Hintergründe der Entstehung dieser Handschrift, versucht anhand der bisherigen Rezeption den Hauptautor zu identifizieren, der wahrscheinlich aus der Senftenberger Region stammte, und untersucht die Sprache des sorbischen Textes. Es folgt der gesamte Text, wobei die deutsche und die sorbische Version zum Vergleich gegenübergestellt werden. Gerald Stone macht der Wissenschaft ein eindrucksvolles sorbisches Sprachdenkmal zugänglich, über dessen dialektale Zuordnung mehr als 130 Jahre diskutiert wurde.

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Stätten und Stationen religiösen Wirkens
Stätten und Stationen religiösen Wirkens
Das Christentum ist die geistige Kraft, die seit über 1000 Jahren die Geschichte der Oberlausitz prägt. Der besondere Reiz der Kirchengeschichte liegt hier nicht allein im Nebeneinander der verschiedenen Bekenntnisse, sondern auch im Miteinander zweier Völker: der Deutschen und der Sorben.Das Christentum ist die geistige Kraft, die seit über 1000 Jahren die Geschichte der Oberlausitz prägt. Der besondere Reiz der Kirchengeschichte liegt hier nicht allein im Nebeneinander der verschiedenen Bekenntnisse, sondern auch im Miteinander zweier Völker: der Deutschen und der Sorben. Der „verhinderte Staat“ Oberlausitz weist damit eine Konstellation auf, die es in dieser Form in Deutschland kein zweites Mal gibt. Die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften und das Sorbische Institut nahmen dies zum Anlass, eine groß angelegte Tagung zum Thema zu veranstalten. In den 15 Beiträgen des Konferenzbandes spannt sich der Bogen vom Hochmittelalter, als Bischof Bruno II. von Meißen die Region zum christlichen Glauben führte, über die Reformation mit ihren weitreichenden Auswirkungen für Politik und Kirchenwesen bis hin zu den Erfahrungen sorbischer Katholiken in der DDR. Leserstimme zum Buch »Auf amüsante Weise gelingt ein Einblick in den mittelalterlichen Pfarreralltag mit ‚untreuen‘ Pfarrhaushälterinnen und ‚neun Teufeln‘, wie Patronatsherren, Bauern und Bischof, die den Pfarrer plagten.« (Irmela Henning)

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Das grammatische System der obersorbischen Umgangssprache im Sprachkontakt
Das grammatische System der obersorbischen Umgangssprache im Sprachkontakt
Diese erste geschlossene Beschreibung einer sorbischen Umgangssprache stellt ein Novum in der Sorabistik dar. Die Dissertation behandelt die moderne Alltagssprache der katholischen Oberlausitz, die eine Zwischenstellung zwischen dem katholischen Dialekt und der obersorbischen Schriftsprache einnimmt. Der Beschreibung ist ein Grammatikhandbuch mit den wichtigsten Paradigmen der einzelnen Wortarten beigegeben. Die Arbeit enthält auch Angaben zur Phonologie, zu syntaktischen Besonderheiten und zum Lehnwortschatz. Eine besondere Rolle spielt die Analyse der Auswirkungen des Sprachkontakts mit dem Deutschen als Dominanzsprache.

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Minderheiten und Mehrheiten in der Erzählkultur
Minderheiten und Mehrheiten in der Erzählkultur
Wie werden die Umgangsformen zwischen verschiedenen Ethnien, Religionen, Konfessionen, Geschlechtern, Generationen, sozialen Schichten narrativ reflektiert, wenn die einen als Mehrheit und die anderen als Minderheit auftreten? Der vorliegende Band präsentiert die Beiträge einer internationalen Tagung, die sich damit beschäftigt hat.Die Spanne der Themen reicht von Klischees über die »Zigeuner«, die Selbstdarstellung der Roma und deren gesellschaftlichen Status in Finnland, über das Bild der Juden in der mündlichen Volksüberlieferung, die Stellung von Menschen mit Behinderung in den Volkssagen der Oberlausitz bis hin zum Sendungsbewusstsein der Herrnhuter Brüdergemeine sowie zur Frage, ob Raucher heutzutage eine diskriminierte Minderhiet darstellen.

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Das Amtsdorf Burg und die Kaupenbesiedlung
Das Amtsdorf Burg und die Kaupenbesiedlung
In seiner Dissertation stellt der Autor die besondere Entwicklung bei der Besiedlung des inneren Spreewaldes zu Beginn des 18. Jahrhunderts dar. Mit Hilfe bisher unerschlossener Quellen weist er nach, dass die Siedlungen Burg-Kauper und Burg-Kolonie nicht wie bisher angenommen Produkt eines planmäßigen preußischen Landesausbaus waren, sondern ursprünglich von den Landbewohnern selbst besiedelt wurden. Dabei waren niedersorbische Familien maßgeblich an der mühseligen Erschließung der Wald- und Wiesenflächen nördlich des Amtsdorfes beteiligt und übernahmen so eine kulturschöpferische Rolle in der Region.Der Autor zeichnet ein „differenziertes Bild der sorbisch-wendisch geprägten Dorfgemeinschaft von Burg und dessen Siedlungserweiterungen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, das vergleichsweise für andere Landschaften in dieser Differenzierung bisher nicht vorliegt.“ (Dr. Hans Mirtschin)

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Geschichte der sorbischen Grammatikschreibung
Geschichte der sorbischen Grammatikschreibung
Diese Monografie über die Entwicklung der sorbischen Grammatikschreibung berücksichtigt ober- und niedersorbische gedruckte und handschriftliche Arbeiten des 17. bis 19. Jahrhunderts. Dargestellt werden die soziale und kulturelle Einbettung der einzelnen Grammatiken, der Zusammenhang mit dem zeitgenössischen Wissenschaftskontext und der erreichte Erkenntnisfortschritt. Gleichzeitig wird die in den Grammatiken dokumentierte Entwicklung der unterschiedlichen schriftsprachlichen Formen des Sorbischen beschrieben. Das Buch umfasst einen chronologischen Abriss mit Angaben zu den Autoren, den ermittelten Quellen und wissenschaftlichen Parallelen sowie die Darstellung der in den Grammatiken niedergelegten Auffassungen für eine Auswahl grammatischer Erscheinungen.

24,90 €*
Sprachverhalten und ethnische Identität
Sprachverhalten und ethnische Identität
Der Prager Soziologe und Sorabist Leoš Šatava legt hiermit die bisher umfangreichste und detaillierteste Studie zur Situation der sorbischen Jugend in der Gegenwart vor. In einem Beobachtungszeitraum von 1996 bis 2001 untersuchte der Autor am Sorbischen Gymnasium in Bautzen sowie an weiteren sechs Mittelschulen des sorbischsprachigen Gebietes auf der Grundlage verschiedener Fragebögen das Verhältnis der Schüler zu sorbischer Kultur und Sprache. Statistisch ausführlich dokumentiert, werden weitreichende Aussagen zur ethnischen und regionalen Selbstidentifikation der Jugendlichen, zur Rezeption sorbischer Kultur, zu Sprachfähigkeiten und zur aktiven Anwendung von Sprache und Kultur getroffen.

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Mato Kosyk 1853–1940
Mato Kosyk 1853–1940
Anlässlich des 150. Geburtstages des Klassikers der niedersorbischen Literatur Mato Kosyk im Juni 2003 fand in seinem Geburtsort Werben die erste ihm gewidmete wissenschaftliche Konferenz statt. An ihr nahmen zwanzig Wissenschaftler aus Deutschland, Polen, Großbritannien, den USA sowie der Ukraine teil. Ihre Beiträge zu Kosyks Leben und Werk, zum literarischen, kulturellen, religiösen, ethnischen, sozialen und politischen Umfeld sowie zur Rezeption seiner Lyrik in den slawischen Ländern vereint dieser Sammelband. Damit ist die Wissenschaft in Ergründung und Interpretation von Kosyks Werk einen großen Schritt vorangekommen und erhält bedeutende Impulse für die weitere Forschung.Der Herausgeber Roland Marti (Universität des Saarlandes) ist zugleich Mitherausgeber der Kosyk-Gesamtausgabe.

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Die Sprache des Hanso Nepila
Die Sprache des Hanso Nepila
Die hier erstmals veröffentlichte Originalhandschrift des Rohner Halbbauern Hanso Nepila (ca. 1761–1856) gehört zu den ältesten Zeugnissen dieses Dialekts und stellt daher ein einzigartiges Schriftdenkmal der sorbischen Sprache dar. In ihr beschreibt Nepila seine Nöte und Sorgen im Alter. Die Handschrift ist auch kulturhistorisch eine besonders wertvolle Quelle, gewährt sie doch einen authentischen Einblick in das Leben der sorbischen Landbevölkerung der Muskauer Heide.Die umfassende Analyse der Morphologie der Handschrift wird ergänzt durch eine Transliteration des Textes, ein komplettes Wörterverzeichnis mit zahlreichen heute unbekannten Lexemen sowie eine kurze Abhandlung über die Nepila-Forschungen von Matej Handrik (1864–1946).Die Autorin ist Slawistin/Sprachwissenschatlerin und Dozentin an der Universität in Groningen (Niederlande).

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Die Verbalaffigierung im Obersorbischen
Die Verbalaffigierung im Obersorbischen
Die Monographie beinhaltet die bisher umfassendste Untersuchung der Kombinationsmöglichkeiten von Verbalaffixen in der obersorbischen Schriftsprache. Anhand umfangreichen sprachlichen Materials werden die bisherigen Auffassungen von Aspekt und Aktionsart im Obersorbischen kritisch untersucht. Auf dieser Grundlage wird ein neues, alternatives Modell entwickelt. Außerdem diskutiert der Autor verschiedene Probleme der Kodifikation der obersorbischen Schriftsprache.

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Pawoł Nedo 1908–1984
Pawoł Nedo 1908–1984
Eine umfassende biografische Aufarbeitung des Lebens und Wirkens von Pawoł Nedo. Insgesamt zehn Jahre stand Nedo an der Spitze der Domowina, des Dachverbands sorbischer Vereine, und zwar in den entscheidenden Jahren der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 bis 1937 sowie unter der sowjetischen Besatzungsmacht nach dem 2. Weltkrieg. Damals nutzten die Sorben die Chance, unter schwierigen Nachkriegsbedingungen ein neues Kulturleben aufzubauen. Die Domowina wurde bald zu einer sozialistischen Organisation umgestaltet. Weshalb aber verließ Nedo 1950 überraschend die Lausitz und begann eine wissenschaftliche Karriere als Volkskundler? Auf diese und viele weitere, bis heute ungeklärte Fragen gibt die Autorin Antwort.

22,90 €*
Zwischen Zwang und Beistand
Zwischen Zwang und Beistand
Mit dem Sammelband werden der Öffentlichkeit die neuen Ergebnisse der sorbischen Geisteswissenschaft zur jüngeren Geschichte beider Lausitzen vorgelegt, denn seit der politischen Wende 1989/90 hat sich deren Forschungsstand beträchtlich erweitert. Die vierzehn Beiträge beleuchten Themenbereiche wie die staatliche Minderheitenpolitik in ihren widersprüchlichen Facetten, die sorbischen Bemühungen um politische Rechte oder die Rolle von Kultur und Religion bei der Bewahrung der nationalen Identität.

18,00 €*
Im Wettstreit der Werte
Im Wettstreit der Werte
In diesem mehrsprachigen Sammelband widmen sich fast vierzig Slawisten aus zahlreichen Ländern Europas und aus Amerika vor allem drei Themen: der sorbischen Sprache und Literatur, der kulturellen Vielfalt in Vergangenheit und Gegenwart, den künftigen Aufgaben und Zielen der Sorabistik. Die Beiträge reichen vom Anteil der Sorben an der deutschen Geschichte bis zur provokanten Erkundung modernen ethnischen Bewusstseins in der Lausitz.

22,90 €*